my god Y*ga?

neoyoga
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Yoga ist ursprünglich eine alte Philosophie, ein Dogma mit grundlegender Lehraussage, deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich gilt. Das Yogasutra von Patanjali definiert den Sinn und Zweck von Yoga in klaren, aufbauenden Schritten, sowie auch andere alten Systeme der hinduistischen Philosophie (s. Samkhya, Vedanta) über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit handeln und um die Bemühungen um eine solche Erfahrung, mit dem Zweck der eigenen Befreiung.

Viele Jahre habe ich selber Yoga gelernt und unterrichtet. Im Gefängnis, in unserer Frankfurter Yogaschule, in Gesundheitseinrichtungen und im Einzelunterricht. Dabei habe ich mich ganzheitlich und professionell mit Yoga und der damit verbundenen Philosophie auseinandergesetzt. Eine Zeitlang habe ich nur von Yoga gelebt und dabei gute Einblicke in die Yoga-Welt und das Geschäft mit Yoga bekommen. Weltweit praktizieren heute viele Menschen Yoga, um die körperlichen, mentalen Probleme des modernen Lebens zu lindern und um sich davon abzulenken. Lifestyle, Gesundheit, Weiterbildung, Erleuchtung – business as usual im großen Supermarkt der Esoterik.

Für mich gilt: nichts ist "heilig" an Yoga – weder die alte Lehre noch die neuen Gurus. Mathematik und Physik erkennen heute die Wirklichkeit deutlich besser. Unser Universum ist nicht anthropozentrisch, sondern freier und weiter als alle menschlichen Vorstellungen und Dogmen zusammen – offene Weite, nichts von heilig :-)

J. Krishnamurti

Kein Guru, keine Methode, kein Lehrer, keine Sicherheit, keine Revolution, keine Reform, kein Gott, kein Glaube und schon gar keine organisierte Religion. Alle Ideologien, ob religiöse oder politische, sind idiotisch, denn es ist das begriffliche Denken, das begriffliche Wort, das die Menschen auf so unglückliche Weise spaltet.